Die neue Spielzeit hat begonnen,

und „unser“ Theater ist schon wieder mittendrin:
die lange Kulturnacht, natürlich mit Führungsangeboten in der Villa p., mit Café monaco und Vorstellungen des Puppenspielklubs , letzte Vorbereitungen des Klubs auf die Premiere des multinationalen , integrativen und genreübergreifenden Theaterprojekts“Das Haus“, Proben und Vorbereitungen für die nächsten beiden Premieren…
Aber auch unser Verein geht nicht von der Sommerpause in den Winterschlaf über:
neue gesellschaftspolitische Herausforderungen erzeugen drängende Fragestellungen, zu deren Beantwortung die Politik mehr denn je Verbündete braucht.
Theater hat keine Patentrezepte, ist kein Reparaturbetrieb der Gesellschaft, ist aber auf ganz spezifische Weise in der Lage, kommunikative Leerstellen der Politik emotional und visionär zu besetzen.
Und unser Verein kann sinnvoll unterstützen,dass diese Fähigkeiten und Angebote des Theaters wahrgenommen,angenommen werden.
Wir haben uns schon in der vergangenen Spielzeit verstärkt um Schulterschluss mit anderen städtischen und überregionalen Vereinen und Gruppierungen bemüht,sind der IG Innenstaft beigetreten, Vorstandsmitglieder treffen sich regelmäßig mit Vertretern von Theater- und Orchesterfördervereinen aus ganz Sachsen-Anhalt, planen gemeinsame Aktivitäten mit den Kulturvereinen Magdeburgs, um Kräfte zu bündeln, das Image von Kunst und Kultur zu stärken, auch, aber nicht nur im Hinblick auf die Kulturhauptstadtbewerbung Magdeburgs.
Wir hoffen auf Unterstützung und Anregungen durch unsere Vereinsmitglieder.

Der Vorstand

Wir gratulieren Wolf-Dieter Schwab zum 60. !

Obwohl wir ja dies’ Jahr schon öfter das Vergnügen hatten,

möchte ich mir gestatten,

uns, also den Verein, hier mal kurz einzureih’n

in den Kreis der Verwandten, Bekannten, Gratulanten, Abgesandten

und aller derer, die der Meinung sind:

Hoch lebe das Geburtstagskind!

 

Was heißt hier Kind ! Mit sechzig ist

man eigentlich schon ganz schön groß.

Doch dass du trotzdem so gut drauf bist –

Mann, wie machst du das denn bloß?

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Zu diesem Anlass ein paar Worte, nicht von mir, doch ziemlich frei

nach Reinhard Mey :

 

60, was , jetzt schon?

 

Hast du nicht gerade eben noch

Durch ein gemeines Taschenloch

Deinen Einkaufsgroschen verloren?

 

Hast du nicht eben noch ganz sacht

Mal eine Fünf nach Haus gebracht

In einem Heft voll Eselsohren?

 

Die große Liebe – gestern war’s

Unter den Augen all der Stars

An den Wänden in deinem Zimmer!

 

Die Taschen leer und der Kopf voll

Mädchen und Songs und Rock’n Roll

Und du dachtest, das ist für immer…

 

60? Ja, wohl schon-

 

Und bald nicht mehr größer als Töchter und Sohn!

 

Splittert jetzt hier und da der Lack,

Bist du jetzt auch so’n alter Sack,

Zu dem du und deine Gefährten

Jeden, der über zwanzig war,

Gnadenlos stempelten und gar

Zum scheintoten Zausel erklärten?

 

Rieselt in deinem Hirn der Kalk?

Hat sich aus deinem Nacken der Schalk

Verkrümelt?- Fragst du dich beklommen.

 

Hat deine Jugend über Nacht

Sich leise aus dem Staub gemacht,

Und du hast’s gar nicht mitbekommen?

 

60? Ja, wohl schon –

 

Die reifere Generation!

Nun, auch ein großer Optimist

Weiß , das dies nicht die Halbzeit ist .-

So schnell ging das!- denkst du verwundert,

Und manchmal schmunzelst du in dich rein:

Wie kann man noch so’n Kindskopf sein

Mit mehr als nem halben Jahrhundert!

 

Doch ob man alt ist oder nicht,

Steht nicht auf Hintern und Gesicht

Und deren Falten mit den Jahren.

 

Mancher ist schon als Kind senil,

Und junge Greise kennst du viel,

Die längst mit Hut schon Auto fahren!

 

60?- Ja, wohl schon –

 

Doch immer mit Perfektion!

 

Da ist so was  wie Dankbarkeit.

Mit einem Lächeln siehst du weit

Im Zeitraffer über dein Leben:

 

Das ist ok so, ja! Und denk:

Die gute Fee hat ein Geschenk

An deiner Wiege abgegeben …

 

60? Ja, wohl schon –

Na, herzliche Gratulation!

 

 

Déjà vu –soiree im café p.- verabschiedet sich in die Sommerpause

Kasper und Freunde war das Thema der vierten Soiree im wieder voll besetzten Café p.

Nach vier Abenden, die allen Beteiligten viel Spaß gemacht haben, können wir resümieren, dass diese Eigenproduktion unserem Förderverein gut zu Gesicht steht.

Unterhaltsam und informativ wurde über Besonderheiten, Geschichte, Geschichten und Kuriosa aus dem doch so großen Mikrokosmos des Puppenspiels getalkt, gespielt, musiziert, gefragt und geantwortet .

Alle Themenabende hatten das Ziel, Insiderwissen zu vermitteln, aus dem Nähkästchen zu plaudern und  Wege zu den Geheimnissen unserer Kunst  zu zeigen.

Die Themen standen absichtsvoll in Zusammenhang mit der Figurentheater- Ausstellung in der Villa p.

Jede der über tausend  Puppen dort hat ihre besondere Geschichte, und wir wollten ( und wollen , so es gestattet ist, auch weiterhin) Zugang schaffen zu den Schöpfern und Spielern dieser Figuren, Zeitbezüge und persönliche Anteilnahme herstellen zu den vielen, vielen Menschen, die über Jahrhunderte und Gesellschaftsformen hinweg direkt oder indirekt dazu beigetragen haben, das das Puppentheater Magdeburg heute in der obersten Liga des Genres spielt.

Wichtig war uns dabei Authentizität, besonders der Versuch, Künstler zu uns einzuladen, deren Familiengeschichten in der Villa thematisiert sind , die Zeitzeugen sind und Selbsterlebtes erzählen können. Da schließen sich manchmal Kreise, die unsere ohnehin schon auf Kommunikation aufgebaute Ausstellung noch lebendiger, die Kontakte dorthin noch persönlicher machen.

Frieder Simon, Gast unserer vierten Soiree, spielte mit selbstgeschaffenen Handpuppen, sang  (mit 8 teilweise historischen Musikinstrumenten), sprach ernsthaft, humorig und sarkastisch über Besonderheiten des Handpuppen-Solospiels, behutsame Aktualisierung historischer Stücke, Großvater, Vater und Sohn als Handpuppenspieler, natürlich den Kasper und seine Freunde weltweit, über sein Design-Studium an der Burg Giebichenstein, Bauhaus-Einflüsse auf seine Arbeit, die beargwöhnt und gefördert wurde, die „Sachverhalte“ in seiner 400- Seiten-Stasiakte, Kunst in lausigen Zeiten, Auslandsgastspiele, Vorbilder und Epigonen.

Besonders gefiel mir, was er auf die Frage des Puppenspielers Peter Klaus Steinmann nach den Stationen einer Künstlerlaufbahn antwortete:

Erst bist du ein vielversprechendes Talent, dann heißt es: “er spielt wie kein anderer“, dann bist du Vorbild für die kommende Generation, dann Meister, später Altmeister, und wenn gar nichts mehr geht – Zeitzeuge.

Und das ist Simon nun allemal.

Herzlichen Glückwunsch zu seinem 80. Geburtstag im Juni 2016!

Unser Verein hat die Absicht, Déjà vu im Oktober fortzusetzen, mit  Geheiminformationen über das Innenleben der Puppen  zwischen Handwerk und Kunst, über Puppen in Musik und Ballett, das Liebesleben der Puppen, Puppenspiel und Literatur. Wir sind selber gespannt, was alles sie uns noch zu erzählen haben.

ES

 

 

Déjà vu – die Dritte

Pole Poppenspälers Nachfahren im Café p.

Déjà vu?  Schon mal gesehen, aber in unserem Fall jedesmal anders alt, neu, authentisch, komisch, emotional…

Inzwischen gibt es Stammgäste, falls man sie nach drei  Soireen schon so nennen kann.

Jedenfalls scheint die Eigenproduktion des Fördervereins Magdeburger Puppentheater e.V. etwas zu sein, das eine Menge Leute gern sehen mögen. Immer voll, die Bude.

Die Zutaten sind nur scheinbar zufällig, geplante Spontaneität sozusagen:

Ein bisschen  Nostalgie, etwas, worüber bisher nicht oder selten gesprochen wurde, Theatergeschichten, Kuriosa, Interaktionen – die Wunderschränke der Puppenspielkunst mit all ihren Geheimfächern werden für jeweils einen Abend geöffnet, und wie das mit alten Schränken so ist, da kommen Dinge zutage….

Kerstin Wilhelm, Puppenspielerin in der 7. Generation einer Wandermarionettentheater- Familie erzählte, spielte mit historischen Varieté –und Verwandlungsmarionetten, wir sahen Ausschnitte aus einem Pole- Poppenspäler- Film aus den 1950er Jahren und –den Insidern in bester Erinnerung- Kerstins Vater, den Prinzipal Kurt Dombrowsky (+ 2008), wie er mit sächsischer Grandezza und Humor seine Marionettenbühne erklärte.

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Sieben Puppenspielergenerationen, siebenmal Kampf ums Dasein, um gesellschaftliche Anerkennung, siebenmal Geschichten über Kasper, Tod und Teufel, über mitunter gar nicht so romantische Wohnwagenromantik, über Solidarität, Künstlerschicksale, Glück und Pannen…IMG_5444

Wussten Sie schon, dass das traditionelle Wandermarionettentheater die einzige Form der darstellenden Kunst ist, die ihre Aufführungspraxis bis heute in ihren Urformen erhalten (konserviert) hat?IMG_5449

Dank dem Förderverein Magdeburger Puppentheater e.V. und seinem Vorstand, der diese Veranstaltungsreihe ermöglicht, Dank dem Puppentheater, das  Café p. und bühnentechnische Hilfe bereitstellt, Dank an JUST- Catering für themenbezogene Speisen, Dank an Martina Mangels für die organisatorischen Mühen im Vorfeld und an den Veranstaltungsabenden, und Dank an Elke Schneider für Idee, Buch und Moderation.

Und weiterhin ein ehrliches, achtungsvolles toi, toi, toi  für  Kerstin Wilhelm und  alle theaterspielenden Nachkommen  von „Poppenspäler“ Kurt Dombrowsky und seiner Frau Roswitha.

Karate-Europameisterin

Wir gratulieren unserem Vereinsmitglied Leonie Diffené zur Goldmedaille im Einzel und zur Silbermedaille im Junioren-Team! Wir wünschen ihr alles Gute und weiterhin viel Freude und Erfolg!

Nachruf auf Peter Kaye

Peter Kaye wurde 1929 in Salzwedel geboren. Er arbeitete bereits mit 14 Jahren als Volontär bei den „Ollmärkischen Puppenspielen“ von Otto Schulz-Heising und ist diesem Metier sein Leben lang treu geblieben. Im Januar dieses Jahres erreichte uns die Nachricht, dass er in Salzwedel, seinem Heimatort, verstorben ist.
Ab 1945 war Peter Kaye am “Theater der Altmark Stendal“ engagiert. Seine eigene Bühne gründete er am 01.01.1947, die 1948 seine erste Lizenz (Zulassungsnummer VII/023) von der damaligen Landesregierung Sachsen-Anhalt erhielt. Er spielte als „Freischaffender Puppenspieler“ hauptsächlich für Kinder im Tourneebetrieb zwischen Mecklenburg und Thüringen.

Kaye -Foto Kaarbaum, 1983Foto: Kaarbaum, 1983
Die Vorstellungen – etwa knapp 200 jährlich – wurden seit 1949 meistens durch die Konzert- und Gastspieldirektion vermittelt. Seine Bühne nannte er „Puppentheater Peter Kaye“ bzw. „Peter Kaye spielt mit seinen Puppen“. Er firmierte in den 50er Jahren auch unter „Altmärkische Puppenbühne“. Peter Kaye beschäftigte zeitweise bis zu drei Mitarbeiter. Kaye ca. 1994 (2)
Kaye ca. 1957
Peter Kaye inszenierte 1966 „Die Geschichte vom Ingwertopf“ nach Bert Brecht und 1986 für Erwachsene „Das Leben und die Höllenfahrt des Doktor Faustus“.

DSC03449Faust-Inszenierung, in der Ausstattung von Carl Schröder

Kaye ca. 1994Peter Kaye in der Werkstatt, ca. 1994
Ab 1986 hatte er 16 Kinderstücke, im Regelfall Märchen, im Repertoire. Er spielte in Kulturhäusern, Schulen, Kindergärten und auch bei Freilichtveranstaltungen. Auf unzähligen Bühnen war er unterwegs: Vom Palast der Republik bis zum kleinen Saal einer Dorfkneipe. Peter Kaye arbeitete hauptsächlich mit Handpuppen, setzte aber auch Stabpuppen und Marionetten ein.
Die Figurengestaltung überließ er meist anderen Künstlern, wie den Magdeburgern Jutta Balk, Hans Haupt und Jürgen Stock sowie H. Buchholz, Stendal, Paul Herbst, Leipzig, Hans Otto Rieck, Berlin, Carl Schröder, Radebeul, Friedrich Sych, Frankfurt/Main und Frau Werrman, Dresden.
Er war Mitglied im Verband der Theaterschaffenden der DDR sowie der UNIMA.
Kaye Foto P. K.Kaye Foto P. k. (2)
Fotos: Peter Kaye

Text: Johannes Richter

Ausverkauftes Déjà vu II im Café p. des Puppentheaters

Am 10.März ging die neue Veranstaltungsreihe des Puppentheater-Fördervereins, zu der der Vorsitzende des Vereins Wolf-Dieter Schwab wieder „volles Haus“ vermelden konnte, in die zweite Runde. Musik und Geräusche in Puppentheaterinszenierungen waren das inspiriert, von Elke Schneider mit Sachkenntnis und Humor aufbereitete Thema des Abends und wurden durchaus nicht wie im Zitat von Wilhelm Busch „störend oft empfunden“.

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Regen, Blitz und Donner, Pferdegetrappel, Drehorgel und Grammophon, Marschtritte, Anekdoten und szenische Lesung über Erfolge und Pannen, Funktion und Vielfalt von inszenierungsbegleitenden Musiken wurden komplettiert durch einen live- Auftritt von jungen Musikern aus Barleben, deren Mentor Thomas Riedel (ehemals Puppenspieler , davor und danach Singer/ Songwrighter, Lehrer an der internationalen Trudeauschule) ist.IMG_5225

Das Speisenangebot von Just-Catering ordnete sich mit Forellenquintett, Flammkuchen Wagner und Handkäs mit Musik dem Thema zu, und die Zuschauer blieben auch diesmal nicht von Interaktionen ( Volksgemurmel, Kanonsingen nach emoticons) verschont.IMG_5230

Der nächste Abend am 21. April um 19 Uhr ist „Pole Poppenspälers Nachfahren“ gewidmet, zu Gast ist Kerstin Wilhelm, Diplom-Puppenspielerin und Tochter der berühmten Wandermarionettenspielerfamilie Dombrowsky.

Nachlese: Déjà vu – Was essen die Puppen?

Elke Schneider hat mit viel Fantasie, Idee und Text eine neue Veranstaltungreihe unseres Fördervereins kreiert. Am 18. Feburar war Premiere.  „Dèjà vu  soiree“ im Café p.
Können Puppen essen? war die Frage. Die zahlreich erschienenen Gäste, vor allem Mitglieder unseres Vereins, des Fördervereins des Magdeburger Theaters mit ihren Vorsitzenden Wolf Dieter Schwab  und Michel Redlich wußten gut Bescheid. Der Wolf frißt Großmutter und  Rotkäppchen, sein Kollege die Geißlein und der gestiefelte Kater die Maus.
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Puppenspieler Lennart Morgenstern und Richard Barborka verrieten, dass Pinguine am Nordpol wegen der Kälte Würfelzucker essen. Jutta Strehl sorgte mit ihrer Fa. Just Catering für Speisen und Getränke.Wissenswertes übers Puppenspiel wurde vermittelt. 3 neue Miglieder konnten gewonnen werden.
Die nächsten Soireen sind am 10. März, 21. April und am 25. Mai 2016 , Beginn jeweils 19.30 Uhr
Marlies Koch, Mitglied des Fördervereins

 

Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt (Ringelnatz)

Lieber Phil Hubbe, zu Deinem 50.Geburtstag wünschen wir Dir alles, was man einem Spät- Jugendlichen so wünscht und vor allen Dingen, dass Du mit allem, was Du Dir selber wünschst, von Fortuna reichlichst überschüttet wirst.
Uns wünschen wir, dass Deine spitze Feder noch oft und lange die Menschen ärgert , die es verdient haben und die Menschen erfreut, die ein bisschen Freude gut gebrauchen können.

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Und wir bedanken uns dafür, dass Du unserem Verein schon so lange die Treue hältst und trotz knapper Zeitreserven immer bereit warst, uns mit Rat, Tat und Cartoons zu unterstützen.

Für das neue Lebensjahr viel Glück, Kraft zum Schaffen und Erfolg.

Der Vorstand

Im Namen der Mitglieder unseres Puppentheater – Fördervereins

Déjà vu – soiree im café p. –

Der Förderverein Magdeburger Puppentheater e.V. präsentiert eine neue Veranstaltungsreihe für Puppentheater-Insider und solche, die es werden wollen.

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Einmal monatlich lüften wir die letzten Geheimnisse der Puppenspielkunst. Sie erhalten Antworten auf Fragen, die Sie nie gestellt haben. Ob Sie nach der Soiree klüger sind, bleibt geheim. Auf jeden Fall verlassen Sie das café p. gut unterhalten, kulinarisch bestens versorgt und mit einer Prise Humor als Wegzehrung.

Der erste Abend am
18. Februar 2016, 19.30 Uhr
hat das Thema

Was essen Puppen, wie, warum – oder nicht?

Eintritt: 5,00 Euro
Vereinsmitglieder 3,00 Euro

Karten am Veranstaltungsabend im café p.

Anmeldungen unter info[at]puppentheaterverein-md.de oder 0391 819 55 95

Die nächsten Soireen sind geplant für den 10. März 2016, 21. April 2016 und 25. Mai 2016, Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Wir wünschen allen unseren Vereinsmitgliedern und ihren Familien ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest und für das Jahr 2016 alles Gute!

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu, und es war erfolgreich, ereignisreich, besorgniserregend –von allem etwas.

Für seine eigenen Erfolge, meßbar in Besucherresonanz, lokaler, überregionaler und internationaler Präsenz, sorgte das Puppentheater mit hoher Qualität, Ideenreichtum. künstlerischer Kompetenz.

Wir als Verein halfen nach Kräften, finanziell, durch Lobbyarbeit und in praktischen Belangen wie

Unterstützung der Kinderkulturtage und des Tages der Offenen Tür

Spenden für Flüchtlingsorganisationen

Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen des Ensembles

Sponsoring für den Puppenspielclub

Führungen in der Villa p.

Der besorgniserregende Zustand Europas und der Welt fordert mehr:

Wir müssen nachdrücklicher behaupten und beweisen, dass Theater gerade in Krisenzeiten ein tatsächlicher und gedanklicher Raum ist, der helfen kann, moralische Maßstäbe auf den Prüfstand zu stellen, Sinnkompetenz, Fähigkeit zur Empathie, Phantasie zum Finden außergewöhnlicher Lösungen (wo die gewohnten nicht ausreichen) und Gemeinschaftsgefühl auszuprägen.

Wir sollten helfen, die Türen des Theaters noch weiter zu öffnen als Zufluchtsort für Mutlose, Widerstandszelle gegen Dummheit und Roheit, gegen Kälte, Elend und Einsamkeit.

Wir sollten mit dafür sorgen, dass Menschen, gleich welcher Couleur, auch durch diese Türen hindurchgehen.

Wir sollten darüber nachdenken, wie wir es anstellen können, noch mehr Verbündete zu gewinnen im Kampf gegen emotionale und geistige Defizite, die vergessen machen, dass Theater auf unverwechselbare Weise ein Lebens- Mittel sein kann.

Wir lassen die fleißige Arbeit, die nicht erlern- und ersetzbaren Talente, das Können unserer Theater nicht klein reden durch permanente Hinweise auf fehlende Gelder, auf andere Prioritäten, die zu setzen sind.

Unser Puppentheater ist durch die gezielte Vielfalt seiner künstlerischen, integrativen und kunstpädagogischen Aktivitäten zur Zeit noch weniger existenzgefährdet als andere Theater und Orchester unseres Landes, aber wir sollten uns mit diesen solidarisch erklären.

Überall, wo Kultur nicht ist, wächst Unkultur.

Der Vorstand