Déjà vu – die Dritte

Pole Poppenspälers Nachfahren im Café p.

Déjà vu?  Schon mal gesehen, aber in unserem Fall jedesmal anders alt, neu, authentisch, komisch, emotional…

Inzwischen gibt es Stammgäste, falls man sie nach drei  Soireen schon so nennen kann.

Jedenfalls scheint die Eigenproduktion des Fördervereins Magdeburger Puppentheater e.V. etwas zu sein, das eine Menge Leute gern sehen mögen. Immer voll, die Bude.

Die Zutaten sind nur scheinbar zufällig, geplante Spontaneität sozusagen:

Ein bisschen  Nostalgie, etwas, worüber bisher nicht oder selten gesprochen wurde, Theatergeschichten, Kuriosa, Interaktionen – die Wunderschränke der Puppenspielkunst mit all ihren Geheimfächern werden für jeweils einen Abend geöffnet, und wie das mit alten Schränken so ist, da kommen Dinge zutage….

Kerstin Wilhelm, Puppenspielerin in der 7. Generation einer Wandermarionettentheater- Familie erzählte, spielte mit historischen Varieté –und Verwandlungsmarionetten, wir sahen Ausschnitte aus einem Pole- Poppenspäler- Film aus den 1950er Jahren und –den Insidern in bester Erinnerung- Kerstins Vater, den Prinzipal Kurt Dombrowsky (+ 2008), wie er mit sächsischer Grandezza und Humor seine Marionettenbühne erklärte.

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Sieben Puppenspielergenerationen, siebenmal Kampf ums Dasein, um gesellschaftliche Anerkennung, siebenmal Geschichten über Kasper, Tod und Teufel, über mitunter gar nicht so romantische Wohnwagenromantik, über Solidarität, Künstlerschicksale, Glück und Pannen…IMG_5444

Wussten Sie schon, dass das traditionelle Wandermarionettentheater die einzige Form der darstellenden Kunst ist, die ihre Aufführungspraxis bis heute in ihren Urformen erhalten (konserviert) hat?IMG_5449

Dank dem Förderverein Magdeburger Puppentheater e.V. und seinem Vorstand, der diese Veranstaltungsreihe ermöglicht, Dank dem Puppentheater, das  Café p. und bühnentechnische Hilfe bereitstellt, Dank an JUST- Catering für themenbezogene Speisen, Dank an Martina Mangels für die organisatorischen Mühen im Vorfeld und an den Veranstaltungsabenden, und Dank an Elke Schneider für Idee, Buch und Moderation.

Und weiterhin ein ehrliches, achtungsvolles toi, toi, toi  für  Kerstin Wilhelm und  alle theaterspielenden Nachkommen  von „Poppenspäler“ Kurt Dombrowsky und seiner Frau Roswitha.

Karate-Europameisterin

Wir gratulieren unserem Vereinsmitglied Leonie Diffené zur Goldmedaille im Einzel und zur Silbermedaille im Junioren-Team! Wir wünschen ihr alles Gute und weiterhin viel Freude und Erfolg!

Nachruf auf Peter Kaye

Peter Kaye wurde 1929 in Salzwedel geboren. Er arbeitete bereits mit 14 Jahren als Volontär bei den „Ollmärkischen Puppenspielen“ von Otto Schulz-Heising und ist diesem Metier sein Leben lang treu geblieben. Im Januar dieses Jahres erreichte uns die Nachricht, dass er in Salzwedel, seinem Heimatort, verstorben ist.
Ab 1945 war Peter Kaye am “Theater der Altmark Stendal“ engagiert. Seine eigene Bühne gründete er am 01.01.1947, die 1948 seine erste Lizenz (Zulassungsnummer VII/023) von der damaligen Landesregierung Sachsen-Anhalt erhielt. Er spielte als „Freischaffender Puppenspieler“ hauptsächlich für Kinder im Tourneebetrieb zwischen Mecklenburg und Thüringen.

Kaye -Foto Kaarbaum, 1983Foto: Kaarbaum, 1983
Die Vorstellungen – etwa knapp 200 jährlich – wurden seit 1949 meistens durch die Konzert- und Gastspieldirektion vermittelt. Seine Bühne nannte er „Puppentheater Peter Kaye“ bzw. „Peter Kaye spielt mit seinen Puppen“. Er firmierte in den 50er Jahren auch unter „Altmärkische Puppenbühne“. Peter Kaye beschäftigte zeitweise bis zu drei Mitarbeiter. Kaye ca. 1994 (2)
Kaye ca. 1957
Peter Kaye inszenierte 1966 „Die Geschichte vom Ingwertopf“ nach Bert Brecht und 1986 für Erwachsene „Das Leben und die Höllenfahrt des Doktor Faustus“.

DSC03449Faust-Inszenierung, in der Ausstattung von Carl Schröder

Kaye ca. 1994Peter Kaye in der Werkstatt, ca. 1994
Ab 1986 hatte er 16 Kinderstücke, im Regelfall Märchen, im Repertoire. Er spielte in Kulturhäusern, Schulen, Kindergärten und auch bei Freilichtveranstaltungen. Auf unzähligen Bühnen war er unterwegs: Vom Palast der Republik bis zum kleinen Saal einer Dorfkneipe. Peter Kaye arbeitete hauptsächlich mit Handpuppen, setzte aber auch Stabpuppen und Marionetten ein.
Die Figurengestaltung überließ er meist anderen Künstlern, wie den Magdeburgern Jutta Balk, Hans Haupt und Jürgen Stock sowie H. Buchholz, Stendal, Paul Herbst, Leipzig, Hans Otto Rieck, Berlin, Carl Schröder, Radebeul, Friedrich Sych, Frankfurt/Main und Frau Werrman, Dresden.
Er war Mitglied im Verband der Theaterschaffenden der DDR sowie der UNIMA.
Kaye Foto P. K.Kaye Foto P. k. (2)
Fotos: Peter Kaye

Text: Johannes Richter

Ausverkauftes Déjà vu II im Café p. des Puppentheaters

Am 10.März ging die neue Veranstaltungsreihe des Puppentheater-Fördervereins, zu der der Vorsitzende des Vereins Wolf-Dieter Schwab wieder „volles Haus“ vermelden konnte, in die zweite Runde. Musik und Geräusche in Puppentheaterinszenierungen waren das inspiriert, von Elke Schneider mit Sachkenntnis und Humor aufbereitete Thema des Abends und wurden durchaus nicht wie im Zitat von Wilhelm Busch „störend oft empfunden“.

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Regen, Blitz und Donner, Pferdegetrappel, Drehorgel und Grammophon, Marschtritte, Anekdoten und szenische Lesung über Erfolge und Pannen, Funktion und Vielfalt von inszenierungsbegleitenden Musiken wurden komplettiert durch einen live- Auftritt von jungen Musikern aus Barleben, deren Mentor Thomas Riedel (ehemals Puppenspieler , davor und danach Singer/ Songwrighter, Lehrer an der internationalen Trudeauschule) ist.IMG_5225

Das Speisenangebot von Just-Catering ordnete sich mit Forellenquintett, Flammkuchen Wagner und Handkäs mit Musik dem Thema zu, und die Zuschauer blieben auch diesmal nicht von Interaktionen ( Volksgemurmel, Kanonsingen nach emoticons) verschont.IMG_5230

Der nächste Abend am 21. April um 19 Uhr ist „Pole Poppenspälers Nachfahren“ gewidmet, zu Gast ist Kerstin Wilhelm, Diplom-Puppenspielerin und Tochter der berühmten Wandermarionettenspielerfamilie Dombrowsky.

Nachlese: Déjà vu – Was essen die Puppen?

Elke Schneider hat mit viel Fantasie, Idee und Text eine neue Veranstaltungreihe unseres Fördervereins kreiert. Am 18. Feburar war Premiere.  „Dèjà vu  soiree“ im Café p.
Können Puppen essen? war die Frage. Die zahlreich erschienenen Gäste, vor allem Mitglieder unseres Vereins, des Fördervereins des Magdeburger Theaters mit ihren Vorsitzenden Wolf Dieter Schwab  und Michel Redlich wußten gut Bescheid. Der Wolf frißt Großmutter und  Rotkäppchen, sein Kollege die Geißlein und der gestiefelte Kater die Maus.
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Puppenspieler Lennart Morgenstern und Richard Barborka verrieten, dass Pinguine am Nordpol wegen der Kälte Würfelzucker essen. Jutta Strehl sorgte mit ihrer Fa. Just Catering für Speisen und Getränke.Wissenswertes übers Puppenspiel wurde vermittelt. 3 neue Miglieder konnten gewonnen werden.
Die nächsten Soireen sind am 10. März, 21. April und am 25. Mai 2016 , Beginn jeweils 19.30 Uhr
Marlies Koch, Mitglied des Fördervereins

 

Humor ist der Knopf, der verhindert, dass uns der Kragen platzt (Ringelnatz)

Lieber Phil Hubbe, zu Deinem 50.Geburtstag wünschen wir Dir alles, was man einem Spät- Jugendlichen so wünscht und vor allen Dingen, dass Du mit allem, was Du Dir selber wünschst, von Fortuna reichlichst überschüttet wirst.
Uns wünschen wir, dass Deine spitze Feder noch oft und lange die Menschen ärgert , die es verdient haben und die Menschen erfreut, die ein bisschen Freude gut gebrauchen können.

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Und wir bedanken uns dafür, dass Du unserem Verein schon so lange die Treue hältst und trotz knapper Zeitreserven immer bereit warst, uns mit Rat, Tat und Cartoons zu unterstützen.

Für das neue Lebensjahr viel Glück, Kraft zum Schaffen und Erfolg.

Der Vorstand

Im Namen der Mitglieder unseres Puppentheater – Fördervereins

Déjà vu – soiree im café p. –

Der Förderverein Magdeburger Puppentheater e.V. präsentiert eine neue Veranstaltungsreihe für Puppentheater-Insider und solche, die es werden wollen.

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Einmal monatlich lüften wir die letzten Geheimnisse der Puppenspielkunst. Sie erhalten Antworten auf Fragen, die Sie nie gestellt haben. Ob Sie nach der Soiree klüger sind, bleibt geheim. Auf jeden Fall verlassen Sie das café p. gut unterhalten, kulinarisch bestens versorgt und mit einer Prise Humor als Wegzehrung.

Der erste Abend am
18. Februar 2016, 19.30 Uhr
hat das Thema

Was essen Puppen, wie, warum – oder nicht?

Eintritt: 5,00 Euro
Vereinsmitglieder 3,00 Euro

Karten am Veranstaltungsabend im café p.

Anmeldungen unter info[at]puppentheaterverein-md.de oder 0391 819 55 95

Die nächsten Soireen sind geplant für den 10. März 2016, 21. April 2016 und 25. Mai 2016, Beginn jeweils 19.30 Uhr.

Wir wünschen allen unseren Vereinsmitgliedern und ihren Familien ein schönes, friedvolles Weihnachtsfest und für das Jahr 2016 alles Gute!

Das Jahr 2015 neigt sich dem Ende zu, und es war erfolgreich, ereignisreich, besorgniserregend –von allem etwas.

Für seine eigenen Erfolge, meßbar in Besucherresonanz, lokaler, überregionaler und internationaler Präsenz, sorgte das Puppentheater mit hoher Qualität, Ideenreichtum. künstlerischer Kompetenz.

Wir als Verein halfen nach Kräften, finanziell, durch Lobbyarbeit und in praktischen Belangen wie

Unterstützung der Kinderkulturtage und des Tages der Offenen Tür

Spenden für Flüchtlingsorganisationen

Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen des Ensembles

Sponsoring für den Puppenspielclub

Führungen in der Villa p.

Der besorgniserregende Zustand Europas und der Welt fordert mehr:

Wir müssen nachdrücklicher behaupten und beweisen, dass Theater gerade in Krisenzeiten ein tatsächlicher und gedanklicher Raum ist, der helfen kann, moralische Maßstäbe auf den Prüfstand zu stellen, Sinnkompetenz, Fähigkeit zur Empathie, Phantasie zum Finden außergewöhnlicher Lösungen (wo die gewohnten nicht ausreichen) und Gemeinschaftsgefühl auszuprägen.

Wir sollten helfen, die Türen des Theaters noch weiter zu öffnen als Zufluchtsort für Mutlose, Widerstandszelle gegen Dummheit und Roheit, gegen Kälte, Elend und Einsamkeit.

Wir sollten mit dafür sorgen, dass Menschen, gleich welcher Couleur, auch durch diese Türen hindurchgehen.

Wir sollten darüber nachdenken, wie wir es anstellen können, noch mehr Verbündete zu gewinnen im Kampf gegen emotionale und geistige Defizite, die vergessen machen, dass Theater auf unverwechselbare Weise ein Lebens- Mittel sein kann.

Wir lassen die fleißige Arbeit, die nicht erlern- und ersetzbaren Talente, das Können unserer Theater nicht klein reden durch permanente Hinweise auf fehlende Gelder, auf andere Prioritäten, die zu setzen sind.

Unser Puppentheater ist durch die gezielte Vielfalt seiner künstlerischen, integrativen und kunstpädagogischen Aktivitäten zur Zeit noch weniger existenzgefährdet als andere Theater und Orchester unseres Landes, aber wir sollten uns mit diesen solidarisch erklären.

Überall, wo Kultur nicht ist, wächst Unkultur.

Der Vorstand

Tag der offenen Tür – Tag der Begegnung

Der Erlös des diesjährigen Tages der offenen Tür am 18.10.2015 wird einer Flüchtlingsorganisation (in Magdeburg) gespendet werden.
Flüchtlingsfamilien werden zum Tag der offenen Tür vom
Puppentheater direkt eingeladen. Der Vorstand hat sich überlegt, eine
Art Patenschaft für diesen Tag zu übernehmen. Dazu bitten wir
Sie/Euch, bei Ihrem/Eurem Besuch im Puppentheater die Kinder mit ihren
Familien im Puppentheater willkommen zu heißen, sie durch die
einzelnen Räume zu führen, Einzelheiten zu erklären, sie bei den
Mitmachaktionen zu unterstützen usw. Vielleicht kann auch Kuchen und
Getränke finanziert werden.
Wir stellen uns das sehr zwanglos vor. Jeder, der das Puppentheater
besucht und auf eine Flüchtlingsfamilie trifft, kümmert sich
individuell.
Es wäre schön, wenn sich möglichst viele Mitglieder dazu bereit
finden würden.
Weitere Projekte in Zusammenarbeit mit dem Puppentheater sind in der
Planung. Wir werden per Mail und auch auf der Internetseite
informieren.

Weitere Infos zum Tag der offenen Tür sind hier zu finden:                    http://www.puppentheater-magdeburg.de/inszenierung/tag-der-offenen-tuer/

 

 

Live Ticker zur Spielzeitpause

+++ Treffen der Fördervereinsvorstände in Naumburg : am 10.Juli trafen sich die Vorsitzenden der Theater- und Puppentheatervorstände , um über weitere gemeinsame Strategien zum Verhältnis Politik und Theater zu beraten+++Die Vorstellung des Sommer- Hof- Spektakels für unseren Verein am 14. Juli  wurde zur eigentlichen Premiere, da die ersten beiden Vorstellungen wegen Unwetters abgebrochen werden mussten.Polit- Prominenz und Vereinsmitglieder verfolgten gut gelaunt die turbulenten Geschehnisse um den „Geizigen“ (sehr frei nach Molière)+++ die GETEC hat die Patenschaft über eine ganze Gruppe von historischen Handpuppen aus dem Nachlass von Xaver Schichtl  übernommen und bei ihrem Sommerfest im Puppentheater den großzügigen Scheck über die Summe von 1 800.-€ übergeben.  Verein und Theater danken herzlich+++Endlich Ferien!

Die erste Vorstellung der neuen Spielzeit findet am 17.9. statt. Bis dahin allen einen schönen Sommer!+++ Die Villa p. ist bis zum 23. August und ab dem 16. September  weiterhin für Besucher geöffnet+++

Für Michael Kempchen

Ringelnatz

Geburtstagsgruß

Ach, wie schön, dass Du geboren bist!
Gratuliere uns, dass wir Dich haben,
Dass wir Deines Herzens gute Gaben
Oft genießen dürfen ohne List.

Deine Mängel, Deine Fehler sind
Gegen das gewogen harmlos klein.
Heut nach siebenundfünfzig Jahren wirst du sein:
Immer noch ein Geburtstagskind.

Möchtest Du: nie lange traurig oder krank
Sein. Und wenig Hässliches erfahren.-
Deinen Eltern sagen wir unseren
Fröhlichen Dank dafür, dass sie Dich gebaren.

Gott bewinke Dir
Alle Deine Schritte;
Ja, das wünschen wir,
Deine Freunde und darunter (bitte)
Dein

Vorstand vom Förderverein

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Lieber Michael,

dem Ringelnatz ist nicht viel hinzuzufügen, nur dies vielleicht noch:

Geburtstag hast Du jedes Jahr, aber

25 Jahre Intendant

des  schönsten Puppentheaters der Welt bist Du nur in diesem Jahr. Danke für die Arbeit, danke dafür, dass Du so großen Anteil daran hast, dass dieses Puppentheater immer noch besteht, größer, schöner und erfolgreicher denn je.

Dabei, dass  das so bleibt, wollen wir Dich gern auch weiterhin unterstützen.